Danzig und Zopot

 

Samstag 11.06.2022 (Tag 53) nachmittags

... nach drei Stunden sind wir in Danzig, ich kann einfach sitzen bleiben, der Zug fährt direkt weiter und hält jetzt an fast jedem kleinen Bahnhof um so die Seebäder beginnend mit Sopod einfach an Warschau anzubinden. 

Ich lasse mich von Google zu meinem Hotel führen, welches ca 29 Minuten fussweg von der Küste entfernt im Wald liegt. Leider habe ich das erste mal wirklich kein gutes Händchen für das Hotel gehabt, das Internet (WLAN) ist zwar vorhanden, aber nicht zu gebrauchen, das Hochladen eines Bildes bricht immer nach wenigen Stunden ab ;-)...und das Hotel ist auch schon etwas in die Jahre gekommen. Leider funktioniert auch das Handynetzt hier nicht, so daß im zum Surfen im Internet, Buchen des nächsten Hotels etc. in die Stadt gehen muss.

 

Das tue ich jetzt auch und stelle schon in der Fussgängerzone fest, dass es hier recht voll ist - ich sehe mir dann die Seebrücke an und lege mich zum Sonnenuntergang noch ein wenig an den Strand. Die Schwäne sind Menschen gewöhnt und laufen entspannt zwischen den Sonnenanbetern herum


 

Auf dem Rückweg zum Hotel suche ich mir noch eine Pizzeria zum Abendessen. 

Sonntag 12.06.2022 (Tag 54) 

Heute fahre ich nach Danzig. Beim Frühstück ist die Auswahl zwar, wie fast immer in Polen, eher fleischlastig, Obst gibt es leider gar nicht, aber mit Rührei, Schinken und Käse komme ich ja gut zurecht ;-)

Ich laufe zum Bahnhof und fahre mit meinem Interrail-Ticket die 3 Stationen bis zum Zentrum von Danzig, dann erlaufe ich mir die wunderschöne Altstadt bis meine Freetour losgeht, die ich auch hier wieder reserviert habe. 

Wir starten am Stadttor oder sogar den Stadttoren, denn es liegen drei hintereinander, bevor ich mir aber die Tore ansehe mache ich Fotos von dem neuen Einkaufszentrum vor der Altstadt:

und dem alten Einkauszentrum, das eher den Charme der kommunistischen Ära versprüht und wohl auch demnächst abgerissen wird.

Dann sehen wir uns die Stadttore an:


bevor wir in die (wiederaufgebaute) Altstadt gehen. Auch hier ist es, wie schon in Warschau so, dass die Fassaden in mehr oder weniger originalem Design vor die Wohnkasernen gebaut wurden. Die eingänge in die oberen Etagen sind dann auch immer über die Rückseiten der Gebäude.


 Die Gebäude sind oft mit wirklich viel Liebe zum Detail neu erstellt worden, so dass wir



Auch die Kirchen sind wieder aufgebaut worden und man kann an den Fassaden gut erkenne, wo alte und wo neue Backsteine verbaut sind.



In der nächsten Straße lernen wir ein wenig über Bernstein, der hier überall in unterschiedlichen Formen verkauft wird

und dann lernen wir noch ein besonderheit kennen...Die Häuser in Danzig haben häufig kleine Terassen, die mit Reliefs verziert sind.


 Bei dem folgenden Relief hat sich der Bildhauer bei der Rekonstruktion einen Scherz erlaubt und ein Raumschiff zur Erinnerung an Juri Gagarin, der 1961 als erster Mensch die Welt in einem Raumschiff umrundet hat, in den Mond eingefügt:


Im ehemaligen Hafen von Danzig sind ähnlich der Hafenstadt in Hamburg oder Rhainauhafen in Köln  moderne Gebäude entstanden, die im Stil aber an die alte Bebauung erinnern. So ersterecken sich die Hotels hier meist über mehrer Gebäudefronten.

Wir kommen an einem Haus vorbei, welches an Günter Grass erinnert, dort steht eine von ihm erstellt Skulptur des Butts

Nach der Stadtführung besichtige ich die Marienkirche:


und steige dann auch auf den Turm, dabei bekomme ich die Chance die Gewölbe von oben im Dachstuhl zu sehen


un dann der tolle Blick über Danzig

die Stadttore

 die Marienkirche und im Hintergrund die Speicherinsel:

Richtung Sopot über den heutigen Hafen:

und noch einen wunderschönen Blick über die Gassen der Altstadt

Nach einem entspannten Mittagessen in einer Nebenstraße

 
 laufe ich noch einmal zur Speicherinsel und mache Fotos von der modernen Drehbrücke und der Ziehbrücke, die den Fussgängerverkehr ermöglichen und halbstündig Platz für die (Touristen-) Schiffe machen.



Danach sehe ich mich noch ein wenig in den Wohnbezirken um und fotografiere ein wenig, bevor ich mich wieder zum Bahnhof aufmache und nach Sopot zurück fahre.


Zurück in Sopot laufe ich noch einmal durch die Fußgängerzone, es ist aber weiterhin recht voll

 

Montag 13.06.2022 (Tag 55) 

Leider regent es ziemlich heftig und ich lege mich nach dem frühstück wieder ins Bett. Da das Internet weiterhin nicht zu gebrauchen ist, kann ich zewar Bilder bearbeiten und auch die Blogeinträge von Zakopane und Warschau vorbereiten, aber nicht veröffentlichen. Glücklicherweise habe ich Hörbücher auf dem Smartphone und viele Bücher auf dem Kindle, so dass ich einen wunderbar entspannten Tag habe.

Dienstag 14.06.2022 (Tag 56) 

Auch wenn es nicht sehr warm ist, so ist es wieder sonnig und trocken und ich muss mich bewegen. Also plnae ich eine Wanderung Richtung Kolibiki, dem nächsten Seebad, welches aber deutlich kleiner ist als Sopot und vielleicht noch weiter bis Gdynia, was ich aber leider nicht erreichen werde :-/

 Auf dem Weg durch die Fussgängerzone zum Strand treffe ich an der Kirche auf ein interessantes Denkmal, der Bär Wojtek, der im 2. Weltkrieg geggen die Nazis kämpfte und in die Armee aufgenommen wurde und dort bis zum Unteroffizier befördert wurde.:


Wenn ihr das nachlesen wollt, hier die Geschichte im Stern.

 Heute morgen ist Sopot etwas leerer


 doch an der Seebrücke sind wieder recht viele Menschen. 

 ich laufe dann nach links und der Strand wir schnell einsam - jetzt unter der Woche sind auch die meisten Cafes, ausserhalb des Zentrums geschlossen und das Wetter lädt insgesamt auch noch nciht zum sonnenbaden ein.

 schliesslich erreiche ich Kolibiki - am Ortsrand wurden sehr schöne Appartmenthäuser gebaut, von den oberen Etagen hat mach auch Meerblick - ja da könnte ich mal eine weile wohnen :-)

Die Sebrücke ist viel kleiner als die in Sopot, dafür aber ohne Eintrittskarte zu betreten

ein Hochzeitsfotograf positioniert ein Brautpaar und ich mache schnell ein Foto aus dem Hintergrund ...

Auf dem  Strand liegen sogar noch echte Fischerboote, die mit eine Winde an den Strand gezogen werden


 Nach Kolibiki laufe ich durch den Wald und über ein Klippe ... 


 
da ich leider meinen Hut vergessen habe und nun trotz dem kühlen Wetter und der leichten Bewölkung einen Sonnenbrand bekomme mache ich noch ein letztes Foto in Richtung Sopot und drehe dann um...


Auf dem Rückweg ignoriere ich dann meinen Sonnebrand für eine Portion Fisch&Chips am Strand...

Zurück in Sopot laufe ich zum Bahnhof, wo ich dann recht einfach meine Reservierung für den Zug von Posen nach Berlin bekomme - alle anderen notwenigen Reservierungen hatte ich immer auf der Webseite der polnischen Bahn kaufen können, aber für den grenzüberschreitenden Zug habe ich das nicht  hinbekommen ... am Schalter ging das super schnell und einfach und kostete auch nur 4 Euro.

Jetzt am frühen Abend ist Sopot wieder recht voll und nach einem letzten Blick auf den Kuracyjny-Platz  vor der Seebrücke laufe ich durch die Fussgängerzone zurück zu meinem ruhigen Hotel im Wald.




Mittwoch 15.06.2022 (Tag 57) vormittags

Nach dem Frühstück laufe ich zum Bahnhof und lasse mich nach Posen fahren, ...

 

 

 



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