Zakopane
Sonntag 5.06.2022 (Tag 47) nachmittags
Tatsächlich war der Bus schneller, als der Zug gewesen wäre, ich laufe mit google zu meinem Hotel - an der rezeption ist niemand, aber es liegt dort ein Schlüssel ... ich rufe die Nummer an, die auf der Reservierungsseite von Booking.com steht - in sehr schlechtem englisch wird mir erklärt, ich soll einfach rein gehen (hatte ich ja schon gemacht) und den Schlüssel an der Rezeption nehmen - wir sehen uns morgen...
Mein Zimmer ist sehr groß und hat einen wunderbaren Blick vom Balkon,
nach einigem Suchen finde ich das WLAN Passwort im Treppenhaus auf die Stromverteiler geklebt ... ich fühle mich gleich zu Hause und laufe in den Ort um einen ersten Eindruck zu bekommen und etwas zu Essen zu finden.
Papst Paul der zweite war wohl hier gewesen und hat eine Messe in dieser architektonisch spannenden Kirche gehalten
In der von Touristen (Pfingstsonntag) überlaufenen Fußgängerzone finde ich schliesslich eine kleine Pizzeria, wo ich bei den letzten Sonnenstrahlen lecker essen kann.
Auf dem Heimweg freue ich mich noch über die schöne Archtektur hier,
muss allerdings vermuten, dass es sich nur um Verkleidung handelt, unter dem Holz sind gegossene Beton Häuser, wie ich an einigen Baustellen sehen kann.
Montag 6.06.2022 (Tag 48)
Beim Frühstück lerne ich die Hotelbesitzer kennen, die Kommunikation bleibt holprig - aber ich bekomme ein Omlett zu dem Frühstücksbuffet und mehrist aktuell ja auch nicht notwendig.
Danach lasse ich mich von google Richtung Kusnice führen, das sind schon mal 1,5 km immer bergauf an der Strasse entlang. Dort fährt die Gondel über eine Mittelstation, an der man Umsteigen muss nach oben von 1014 auf 1984 Meter.
Ich versuche ein Ticket am Automaten zu ziehen, die nächsten beiden Gondeln sind aber schon ausverkauft, so dass ich erst in 30 Minuten hochfahren könnte - also entschiede ich mich, mich erst einmal umzusehen und finde einen kleinen Wanderweg. Ich zahle 10 Zloty Eintritt in den Nationalpark und laufe einfach mal los ...
Nach 40 Minuten bin ich über den recht steilen Weg schon höher als die Felsen, die ihr oben im Beild seht ... bin aber auch schon etwas angestrengt. Mit hilfe von google suche ich mir einen rundweg, bei dem ich nur noch etwas ansteigen muss und dann unterhalb der Gondel, wieder zurücklaufen kann.
Als ich an den Abzweig komme, will ich doch noch etwas Aussicht sehen und folge dem Hauptweg weiter, der, wie ich inzwischen weiss, auf dem Gipfel führt.
Es läuft praktisch niemand in meine Richtung, es kommen mir aber immer wieder Gruppen von Wanderern und Familien entgegen ... die sind alle mit der Gondel hochgefahren und laufen jetzt runter - was auch nciht ohne ist, besonders weil viele auch nur einfache Turnschuhe tragen.
Die Aussicht ist wirklich toll und schiesslich sehe ich fast den kompletten Weg nach oben - jetzt drehe ich auch nicht mehr rum ...
Auf dem Bild oben könnt Ihr die Bergstation erkennen ... im linken drittel vor den Wolken 😐
Tapfer steige ich weiter ... hier noch ein Panorama Foto:
Ich überquere erste Felder mit Schnee, vermutlich von der Pistenraupe aufgeschüttet und festgepresst... Schliesslich nur noch eine Steigung an deren ende die Bergstation mich erwartet ... Google meint 40 Minuten - ich brauche über eine Stunde, alle 5 Minuten muss ich mich setzen und Ausruhen (auf der Karte ist das parallel zu der schwarzen Piste) - jede Steinreihe ist eine ca. 30 cm hohe Stufe:
Aber dann bin ich oben, ich mache noch ein paar Fotos,
aber bis zur Spitze kann ich nicht mehr laufen...ich kaufe mir ein Ticket für die nächste Gondel und auf dem Fussweg, der mich zurück zum Hotel führt nehme ich das erst beste Restaurant, esse und trinke einen Liter Bier - im Hotel schlafe ich dann auch, nach dem Duschen, erst mal ein :-)
Dienstag 7.06.2022 (Tag 49)
Nach dem Aufwachen stelle ich fest, dass mir alles weh tut - das war ja auch zu erwarten. Ich mache nach dem Frühstück 30 Minuten Yoga und fühle mich dann wieder fähig bis zu der Talstation zu laufen.
Auf dem folgenden Foto seht ihr einen Blick auf die Berstation von ganz unten:
An der Talstation kaufe ich mir ein Ticket und lasse mich von der Gondel hochbringen. Der angekündigte Regen zeigt sich schon an den tiefhängenden Wolken ... ich laufe jetzt noch bis zur Spitze und mache einige Fotos,
dann nehme ich die Gondel ins Tal und schaffe es vor dem Regen wieder ins Hotel, wo ich lese und Blog schreibe...
Mittwoch 8.06.2022 (Tag 50) vormittags
Nach dem Frühstück mache ich mich auf zum Bahnhof - nach Auskunft meiner (Inter)Rail App fährt um 9:40 ein Zug ohne Reservierung - am Bahnhof sehe ich aber, dass erst um 10:40 wieder ein Ersatzbus fährt ... am Schalter erfahre ich, dass ich dafür sehr wohl eine Reservierung brauche und kann glücklicherweise auch sofort eine kaufen - sie kostet 1 Zloty, das sind 12 cent...
Es kommen dann auch 2 Busse, so dass für alle Reisenden genug Platz ist und in Krakau erreiche ich sogar noch meinen ursprünglich geplanten Anschluss-Zug nach Warschau - alles perfekt :-)
























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