Koratien - Zagreb
Donnerstag 26.05.2022 (Tag 38)
Nach fast vier Stunden Fahrt "über die Dörfer" kommen wir in Zagreb an. Auf dem Weg haben wir neben viel Wald auch Störche gesehen und uns an unseren Urlaub im Baltikum erinnert.
Unser Hotel ist sehr zentral, hat aber trotzdem eine gesicherten Parkplatz - so können wir also nach dem einchecken bald noch ein wenig die Stadt erkunden und eine Pizza essen gehen.
Freitag 27.05.2022 (Tag 39)
Heute machen wir wieder eine Free Walking Tour, nach dem Frühstück laufen wir noch ein wenig selbstständig durch die Altstadt und den Markt und dann begeben wir uns zum Treffpunkt der Tour, die wieder sehr spannend ist und uns durch die beiden historischen Städte führt, die später zu Zagreb zusammengewachsen sind.
Der Fluss, der die Städte geteilt hat und die Brücke an der wohl viel gekämpft wurde, sind verschwunden und so hören wir nur von dem kirchlichen Teil, in dem auch heute noch fast alles der katholischen Kirche gehört und dem weltlichen Teil der Stadt.
So wie in Köln wird auch hier der Dom ständig repariert - links die zerfressene Spitze, rechts die neue... allerdings gibt es noch einen Grund, warum in Zagreb gerade soviele, besonders ältere Gebäude im Bauzustand sind - März 2020 gab es hier ein heftiges Erdbeben mit mindestens einem Todesopfer und das ein oder andere Gebäude ist einsturzgefährdet - habt Ihr das mitbekommen?
Zwischen den beiden ursprünglichen Orten, wo früher der Fluss war, gibt es nun eine Straße mit gefühlt hunerten von Bars und Restaurants.
Wusstet Ihr, dass die Kravatte in Kroatien erfunden wurde - sie wurde den in den Krieg ziehenden Männern von den zurückbleibenden Frauen umgebunden und dann in Frankreich zur Mode ...
Dann entdecken wir noch im alten Stadttor eine Marienfigur und sogar Kirchenbänke, so dass hier gebetet werden kann.
Nachdem wir an einer sehr alten Apotheke die bereits 1355 gegründet wurde (nicht in diesem Haus) , vorbeigekommen sind,
kommen wir in das Regierungsviertel und sehen und die Kirche mit dem besonderne Dach - von aussen - an.
Innenbesichtigungen gibt es bei Free Walking Tours im Allgemeinen nicht, insbesondere dann nicht, wenn Eintrittgelder verlangt werden.
Als nächstes passieren wir den kürzesten Aufzug, ....
...der direkt vor dem Turm endet, von dem wird Mittags um 12:00 seit Jahrhunderten ein Kanonenschuss abgegeben (natürlich ohne Kugel) - der ist allerdings so laut, dass ich trotz mehrfacher Warnung unseres Guides das Foto verwackele, da ich zusammenzucke. Danach winkt der Kanonier noch aus dem Fenster, jetzt wieder ein scharfes Foto ;-)
Neben der Stadtmauer gibt es noch einen Platz für öffentliche Veranstaltungen und Konzerte, der schon für Abends geschmückt ist und wir blicken auf die "andere Stadt" ...
Ach ja und wir sind noch ein einem besonderne Museum vorbeigekommen, das ebenfalls hier in Zagreb erfunden wurde (wie die Kravatte) inzwischen aber wohl in mehrern Städten lizensiert wurde und auch Wanderausstellungen durchführt...
https://brokenships.com/visit/museum-details
Leider haben wir es nicht geschafft dort hineinzugehen und uns so spannende Dinge wie eine Axt anzusehen, mit der ein untereuer Mann erschlagen wurde ...
Auf dem Weg fotografiere ich noch die folgende Konstruktion:
Wir laufen über den Markt ... hier zu 3 verschiedenen Uhrzeiten:
Abends ist dann alles sauber und abgeräumt und am nächsten Tag eröffnet der Markt wieder neu...
In einer schmale Gasse haben die Restaurants in der Mitte Plattformen aufgebaut, an denen Tische und Stühle stehen:
In dieser Straße finden wir auch unser Mittagessen, allerdings sitzen wir in einem schattigen kühlen Innenhof und nicht in der doch recht vollen Gasse:
Dagmar hat die süsse Variant bestellt, ich die herzhafte ... die Aufläufe werden frisch hergestellt und wir warten gut 20 Minuten auf das Essen - dafür kommt es aber auch richtig heiss
Wir haben uns direkt für eine Tour am Nachmittag angemeldet, die speziell auf den Krieg in den 90er Jahren eingeht und neben interessanten Orten in der Stadt vor allem auf die geschichtlichen Hintergründe eingehen wird.
Dabei laufen wir auch durch die Katakomben. Der
komplette Berg ist untertunnelt. Diese als Luftschutzbunker angelegten
Tunnel werden aber auch als Abkürzugen zwischen den Stadtteilen
genutzt, also als ganz normale Fusswege und es finden auch kulturelle Veranstaltungen statt - so etwas hatte ich auch schon in Graz gesehen. So kann
unser Guide von dem ersten Rave in Zagreb erzählen, an dem er
teilgenommen hat.
In dieser Straße, der Fussgängerzone wurden Bomben abgeworfen und unser Guide berichtet, dass er mit seinem Vater nur 200 Meter davon einkaufen war als das passierte
Am Ende der Tour gehen wir noch in einen Luftschutzbunker, der eigentlich ein Keller aus einem mittelalterlichen Haus ist und sehen uns noch einen Film an, ausserdem ist hier ein kleines von unserem Guide selbst zusammengestelltes Museum zu sehen.
Vermutlich habt ihr auch irgendwann einmal Sammelbilder von Fussballern oder Disney Figuren gehabt ... unser Guide hatte dann auch eines:
Mir fällt dazu nichts mehr ein ....
Wenn Ihr Euch noch einmal erinnern oder einen Kurzüberblick haben wollt, was bei der Auflösung von Jugoslawien passiert ist, dann stehen die Fakten z.B hier auf Wikipedia. Die Frage, wieso sich Nachbarn bekriegt haben, weil sie sich plötzlich bewusst wurden, dass sie ja Kroaten, Serben und was auch immer sind, wird dort aber nicht wirklich beantwortet.
Samstag 28.05.2022 (Tag 40)
Heute wird ein Reisetag, erst fahren wir nach Ljubljana und geben das Auto ab, dann gehts weiter mit dem Zug nach Villach, wo wir diesmal in dem Hotel, in dem wir wohnen auch zu Abend essen können (es ist das gleiche Hotel, wie vor zwie Wochen, aber die Renovierungsarbeiten sind abgeschlossen) ... so brauchen wir auch nicht mehr in den Regen :-)





































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