Prag
Dienstag 10.05.2022 (Tag 22 nachmittags)
... mit ca 30 Minuten Verspätung bin ich dann um 14:25 in Prag angkommen - während der Zugfahrt hatte ich mir eine Free tour für den Nachmittag herausgesucht - sie soll um 15:00 am Pulverturm starten... nun aber schnell - google sagt mir, dass ich zu Fuss schneller am Hotel bin als mit der Straßenbahn, also laufe ich die 10 Minuten, checke ein und bin fast pünktlich um 15:02 am angegebenen Platz für die Free Tour.
Während überall wo ich bisher war, der Guide immer noch 5 Minuten auf Nachzügler gewartet hat, ist dieser hier pünktlich gestartet - glücklicherweise in meine Richtung und so treffen wir uns auf dem Zebrastreifen ... ich darf mich noch anschliessen und bekomme nun also die nächsten 2:45 einen Überblick über die Geschichte Prags und einen ersten Eindruck der Altstadt.
Was mich insbesondere begeistert sind die vielen alten Häuser, die innnerhalb der Innenstadt so ziemlich alle gut renoviert sind. Fast an jedem Block lohnt sich auch mal der Blick nach oben
... Gründerzeit, Jugendstil und einige Häuser haben eine Architektur, die vom Kubismus inspiriert wurde, die sogenannte Prager kubistische Architektur ist weltweit einzigartig.
Wenn Ihr genau hinseht, weder die Fenster, noch die Front des Hauses sind gerade.
Auf dem Weg sehen wir die berümte astronomische Uhr am Prager Rathaus, diverse Kirchen und laufen durch das jüdische Viertel, in dem die älteste Synagoge Europas aus dem 13. Jahrhundert, steht.
Verschiedene Skulpturen erinnern an Kafka:
Im Hintergrund des Sessels, seht Ihr auch das Kafka Museum, das ich allerdnigs nicht besucht habe.
Nchdem wir über die Charles-Bridge gegangen sind, kommen wir noch zu der John Lennon Wall, die nach dem Tode von John Lennon, während des kommunistischen Regimes, mit Grafiti und dem Text "Give Peace a Chance" besprüht wurde. Nach merhmaligen übermalen der Regierung und erneutem Sprayen wurde die Wand dann 1998 offiziell von eingeladenen Sprayern neu erstellt und dient jetzt auch als Mahnmal für den Krieg in der Ukraine.
Wir enden also auf der anderen Seite der Moldau unterhalb der Burg und ich schliesse mich dem Guide an, der mit seinem Bruder und einer Teilnehmerin der Tour zum Essen geht ... das Frühstück ist schliesslich schon lange her ... Es gibt Rindergoulasch mit Knödel, die recht trocken sind und von der anderen Teilnehmerin eher als Brot interpretiert werden. Nachdem wir die Knödel mit viel Sosse aber gut essen können, werden wir (kaum dass die Sosse fast alle ist) gefragt, ob wir mehr Sosse haben möchen und bekommen jeder noch eine Portion (ohne Fleisch) hingestellt, die wir dann wunderbar mit den Knödelt tunken können ...
Das Bier das unser Guide uns empfiehlt wird aus 2 Sorten zusammengezapft, die sich nach Alkoholgehalt trennen und auch nach mehrmaligem Antrinken kaum vermischen ... so sieht ein 3 lagiges Bier aus:
Danach bin ich leicht angetrunken und ein wenig müde und suche den Weg zurück durch die Altstadt in mein Hotel, wo ich kurz vor 20:00 ankomme...Mittwoch 11.05.2022 (Tag 23)
Heute habe ich wieder eine Freetour geplant, diesmal die andere Seite der Moldau eine Führung durch die Burg (Castle).
Bevor ich die Gruppe um 10:00 treffe laufe ich noch einmal durch den historischen Stadtkern und mache Fotos im Morgenlicht. Um 10:00 treffen wir uns dann und fahren den Berg aber erst mal mit der Straßenbahn hoch...
Dann laufen wir in die Burg, die auch der Regierungssitz ist, von daher findet vor Betreten auch eine Tachenkontrolle und Scannen, wie am Flughafen statt. Dann sehen uns die Wachablösung an ... unser Führerin lästert etwas über die Attraktivität der tschechischen Wachsoldaten - die 180 groß und stattlich, also "handsome" sein müssen. Aber urteilt selber.
Neben den Gärten besichtigen wir auch noch die innerhalb der Mauern liegende gothische Kathedrale, die ähnlich wie der Kölner Dom, lange Zeit ohne Türme auskommen musste. Als dies dann zu Beginn des 20.Jahrhunderts gebaut wurden, war entsprechend der ursprünglichen Planung kein Platz mehr, da das Schloss davor gestellt wurde, so musste das Längsschiff etwas verkürzt werden.
Nach der Tour gehe ich mit einer Amerikanerin essen, die am nächsten Tag zu einer Hochzeit nach Meschede fährt ... sie reist jeden freien Tag und erzählt begeistert von ihrer Tour nach Südafrika, Namibia, Botswana und zu den Viktoriafällen.
Nachdem Essen laufe ich noch eine Weile alleine durch die Stadt, mache einen kleinen Mittagsschlaf und fahre dann zur Blauen Stunde noch einmal an die Moldau und auf die Karlsbrücke (Charles Bridge). Insbesonder die Fotos auf der Brücke finde ich spannend, da durch die Langzeitbelichtung bis zu 1,5 Sekunden die laufenden Personen zu Geistern verschwimmen.
Donnerstag 12.05.2022 (Tag 24)
Heute laufe ich durch die Stadt und überquere mehrmals die Moldau lange Zeit halte ich mich in einem Park auf der anderen Moldauseite auf, der über der Stadt liegt. An der Stelle an der früher mal ein Stalin Denkmal stand ist heute ein überdimensionales Metronom aufgebaut.
Ich halte mich länger in dem Park auf - einerseits gefällt mir die Ruhe und ich bin froh den Touristenmassen der Altstadt zu entfliehen, andererseits überlege ich meinen Aufenthalt in Prag noch 2 Tage zu verlängern, da es noch so viel zu sehen gibt und ich auf jeden Fall am Freitag noch die Führung zu den Themen 2. Weltkrieg und Kommunismus mitmachen möchte.
Nachmittags im Hotel gelingt es dann mein Zimmer bis Sonntag zu verlängern - das war Glück, da wegen zweier Rammsteinkonzerte Sonntag und Montag Abend das Hotel (und alle Hostels und Hotels der Stadt) praktisch ausgebucht ist.
Freitag 13.05.2022 (Tag 25)
Nach dem ausgiebigen Frühstück laufe ich kreuz und quer durch die Stadt und über die Moldau zum Treffpunkt der Freetour "2. Weltkrieg und Kommunismus". Dabei finde ich immer wieder interessante Hausfassaden, Plätze oder auch einfach Menschen in Cafes, die ich fotografiere.
Ich denke, das Haus oben gehört auch zu dem "kubistischen Baustil"
Die Tour selber ist zwar sehr interessant, gibt aber wenig an Bildern her, der größte Teil besteht aus einen Vortrag über die Geschichte, der durch Bilder auf einem Tablet, das der Guide mitführt und uns zeigt unterlegt wird. Daei bewegen wir uns zwar durch die Stadt, aber haben wenige noch existierende Gebäude oder Statuen. Die beiden hier abgebildeten sind neueren Datums.
Das Widerstand-Flaggen-Monument in Prag ist der 2. Widerstandsbewegung zur Nazibesetzung der Tschechoslowakei von 1938 bis 1945gewidmet und wurd 2005 aufgestellt.
Auch Stolpersteine findet man vereinzelt und gehören natürlich zu einer solchen Führung dazu.
Wir erfahren auch viel über die Zeit des Kommunismus und den Prager Frühling und natürlich den
Nach der Tour gehe ich wieder mit dem Guide Nico und anderen Teilnehmern essen und laufe danach weiter durch die Stadt.
Hier noch ein Denkmal an Franz Kafka und Metarmorphosen... es verändert seine Struktur jede Stunde durch mehrer Stufen:
und diese wunderbare Architektur soll an Ginger Rogers und Fred Astair erinnern - und mit etwas Fantasie kann man die beiden auch tanzen sehen:
Ich bin heute früh im Hotel, es ist Freitag und die Touristenmassen nehmen zu, inklusive der üblichen Polterabendgruppen und derjenigen, die wegen Rammstein nach Prag kommen und das Wochenende zum Biertrinken mitnehmen.
Samstag 14.05.2022 (Tag 26)
Heute ist ein besonderer Tag, einmal im Jahr gibt es nicht nur freien Eintritt in die Prager Burg und alle Museen, sondern auch der Teil, der sonst gesperrt ist und für repräsentative Regierungsgeschäft genutzt wird steht der Bevölkerung zur Besichtigung offen. Ausserdem findet noch ein kleines Mittelalterfestival im Park statt, also viel zu sehen.... Das denke natürlich nicht nur ich, sondern auch viele Bewohner von Prag machen mit der gesamten Familie einen Ausflug dorthin. So ist schon die Straßenbahn, die den Berg hochfährt, so voll, dass an den letzten Stationen vor der Steigung niemand mehr zusteigen kann...
Die Schlagen an den Eingängen sind entsprechend und das man ja durchleuchtet wird, ist es wie am Flughafen - ach den Rucksack muss ich ablegen und das Smartphone in der Tasche löst einen Alarm aus ... also noch mal zurück etc.
Schliesslich geht es doch schneller als erwartet und ich schlendere durch den Park, sehe mir die Greifvögel an ....
... und suche dann die Schlange in den Präsidenten Palast... aber zunächst mal sehe ich mir die Kapelle an
und finde auch die Krone der letzten Könige
Schliesslich stelle ich fest, dass die Schlange für den Präsidentenpalast ausserhalb des Teiles ist, in dem ich mich befinde, also wieder rausgehen und dort anstellen ... nein, dafür ist es mir heute zu heiss und ich verzichte ...
stattdessen mache ich noch ein paar Fotos im Park
und fahre dann mit der Metro zum Hotel für einen Mittagsschlaf... hier noch 2 Fotos aus der Metro:
Da die Metro recht tief liegt, zumindest für Kölner Verhältnisse, sind die Rolltreppen superlang und fahren auch deutlich schneller, als ich das gewohnt bin, da ist Aufsteigen und Absteigen gleich noch einmal eine Herausforderung....
Als ich Abends noch einmal losziehe, komme ich an "Popup" Basketballfeldern vorbei, hier werden Turniere 3 gegen 3 ausgetragen mit jeweils einem Einwechselspieler:in als ich ankomme beeenden die Männer gerade ihr Spiel und die Frauen sind dran:
Danach steige ich noch auf den Pulverturm und mache Fotos der Stadt:
Die Altstadt ist mir weiterhin zu voll und ich gehe in der Nähe von meinem Hotel auf einem kleinen Platz eine supergute Pizza essen, die auf dem Foto aber noch im Ofen war ;-)
Morgen wird es eine lange Zugfahrt nach Villach, wo ich Dagmar treffe und dann 2 Wochen mit meiner Frau gemeinsam reisen werde - erst noch einmal nach Slowenien, weil es mir da so gut gefallen hat und ich unbedingt noch nach Bled möchte und an die Adria und dann vermutlich weiter nach Kroatien.
















































































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