Slowenien

Ljubljana

Freitag 22.04.2022 (Tag 4)

Diemal nehme ich den Bus zum Bahnhof und ganz entspannt finde ich direkt meinen Zug nach Ljubljana, der Hauptstadt von Slowenien. 

Wunderbare Zugfahrt:


In Ljubljana habe ich für die nächsten Tage ein Appartment gebucht. Per mail bekomme ich Hinweise, wie ich den Schlüssel und das Appartment finde - vom Bahnhof aus 15 Minuten Fussweg, so auf halben Weg zum Zentrum, Eingang zum Hof finde ich sofort und auch die Nummer für das Käschen, welches die Schlüssel enthält stimmt. Ein sehr schickes, modern eingerichtetes, allerdings sehr kleines Appartment ... Küchenzeile, (doppel) Bett, Tisch, Stuhl und Bad alles da aber nur noch wenig Platz zum bewegen :-). Schlimmer ist allerdings, dass die vor dem Zimmer liegende Strasse praktisch ungedämpft ins Zimmer schallt ... glücklichwerweise sind die nächsten Tage Wochenende und es gibt weniger Verkehr. Ich mache noch eine erste Erkundung, der wunderbaren Stadt leider bei Nieselregen und kaufe mir Bier, Kaffee, Eier und Wurst für die nächsten Tage. 





 

Samstag 23.04.2022 (Tag 5)

Heute  lasse ich mir die Stadt erklären ... Free Tour ist eine schöne Möglichkeit eine Stadtführung zu machen und eventuell auch andere (Allein-) Reisende kennen zu lernen. Die Stadtführung war auch super, kennengelernt habe ich leider niemanden ...

Auch Ljubljana hat seine Julia und Romeo Geschichte ... allerdings war Romeo verheiratet und rund 25 Jahre älter als die 16 Jährige Julia. Die Stadt hat den beiden aber ein Wahrzeichen gebaut... hier am Wohnhaus seht ihr Julia...

... die in Richtung des Standbildes guckt, was den von der Muse gesegneten Dichter zeigt, der "seine" Romeo und Julia Geschichte aufgeschrieben hat.
Hier die Bibliothek der Stadt, architektonisch zeigen sich schon die Fenster (der oberen Etagen) in Form eines Buchrückens. Innen muss es auch ganz toll sein, leider nur für Mitglieder zugänglich.

Nach der Führung war ich noch auf dem Markt und auf der Burg:










... und den Dom habe ich mir auch noch angesehen 


Die Geschichte, die auf der Türe wiedergegeben ist, habe ich nur in Bruckstücken behalten ... der Künstler hat sich allerdings selber auch abgebildet - auf dem Bild oben, könnt ihr die blanke Stelle unten rechts sehen - hier nochmal als Ausschnitt:

Noch 1 Besonderheit von Ljubljana und ich glaube in Maribor, wo ich inzwischen bin, gibt es das auch. Da die Fussgängerzone recht groß ist - in den letzten Jahren wurden die Autos aus einem immer größeren Teil der Stadt verbannt und die Parkplätze z.B. in Aussengastronomie umgewandelt - gibt es ein kostenloses "Minitaxi", mit dem die Bewohner oder Besucher sich und Gepäck etc. transportieren lassen können. (Links: kostenloses, strombetriebenes Minitaxi - Rechst Touristenbahn)


Postojna - Tropfsteinhöhle

Sonntag 24.04.2022 (Tag 6)

Heute  mache ich einen Ausflug nach Postojna - natürlich mit dem Zug unter Nutzung meines Interrailtickets :-)

In Postojna angekommen muss ich 20 Minuten zur Höhle laufen - dann geht es ganz schnell, ich kaufe mein Ticket und bekomme direkt den nächsten Slot - in 10 Minuten gehts los. 

Die deutschsprechende Gruppe ist mit 10 Personen recht übersichtlich, wir freuen uns schon - dann kommen noch ca 45 Personen aus Ungarn dazu, für Ungarn gibt es keine Führungen in der Landessprache und so müssen sie ohne Erklärung auskommen.

Die Höhle ist unglaublich - schon in den ersten 10 Minuten, die wir  mit der Bahn fahren, habe ich mehr und größere Tropfsteinhöhlen gesehen, als ich insgesamt in meinem Leben zuvor besucht habe:


 














Am Schluss mussten wir dann noch durch den Shop, der auch noch tief im Berg untergebracht war - dann ging es mit der Bahn wieder raus.

Insgesamt haben wir uns von 60 Meter unter der Erde bis 120 Meter unter der Erde bewegt.

Nach dem Besuch der Höhle, habe ich mir im Terrarium auch noch die berühmten Drachen von Postojna (Grottenolm (Proteus Anguinus)) angesehen


 

Auf dem Rückweg habe ich dann noch ein wenig auf dem Bahnhof fotografiert, während ich auf den Zug gewartet habe.



Maribor

Montag 25.04.2022 (Tag 7)

Heute fahre ich nach Maribor, eine Universitätsstadt mit ca 100.000 Einwohnern, ein Skigebiet und die zweitgrößte Stadt Sloweniens. 

Die Bahn fährt etwas zu spät los und ich muss umsteigen, mit nur 6 Minuten Transferzeit.  Während ich überlege, ob ich wohl den Vormittag auf einem Provinzbahnhof verbringen werde, geniesse ich den Ausblick auf eine wunderbare Flusslandschaft.


Das Umsteigen klappt dann, trotz 10 Minütiger Verspätung hat der Anschlusszug gewartet und so komme ich fast pünktlich in Maribor an. Diesmal habe ich ein B&B direkt am Fluss gebucht.

Der Besitzer begrüßt mich in fliessendem Deutsch und erklärt mir, dass hier, nah an der österreichischen Grenze, in der Schule teilweise Deutsch als erste Fremdsprache unterrichtet wird. 

Die Unterkunft ist wunderbar, sie haben das alte Familienhaus renoviert und in die modernen neuen Zimmer liebevoll Dinge aus dem alten Haus integriert, so sind z.B. die Tischplatten aus den Stufen der alten Holztreppe gefertigt (was man ihnen nicht ansieht). Die kleinen Doppelzimmer, die auch als Einzelzimmer vermietet werden liegen im Dachgeschoss. Der Ausblick ist wunderschön:

Da es allerdings nur Dachfenster gibt, die relativ hoch angebracht sind, nur über eine praktische Steighilfe zu  sehen:

Nach dem einchecken möchte ich wandern und lasse mir einen Weg am Fluss und zurück durch die Weinberge grob erklären, im Detail orientiere ich mich dann mit Hilfe von google:


Immer wieder gibt es am Wegrand Erläuterungen, die entweder auch in Englisch sind:

Oder über scannen des Barcodes in Englisch abrufbar sind:


Danach sehe ich mir noch die Stadt an. Die große Fussgängerzone reicht vom Fluss, bis in einen Park ("englischen" Garten), der dann in die Weinberge übergeht.

Die Altstadt ist wunderschön renoviert, allerdings so gut wie überall von schlechten Sprayern verunstaltet. Was auch noch auffällt, ist dass es viel zu viel Platz für die wenigen Menschen gibt, die aktuell unterwegs sind. Das war in Ljubljana ganz anders, da wirkte die Stadt voll.









Abends habe ich dann fast 26.500 Schritte gemacht und gönne mir einen Burger mit doppeltem Fleisch...

Auf dem kurzen Heimweg - 50 Meter am Fluss - gelingt mir dann noch eine Aufnahme der Fussgängerbrücke zur blauen Stunde:

Dienstag 26.04.2022 (Tag 8)

Ich nehme den Bus zum Skilift, fahre mit der Gondel hoch und beginne eine Wanderung zu einem kleinen Wasserfall - ich habe etwa 4 Stunden Zeit, bis der angekündigte Regen beginnen soll.

Ich habe schon ewig keinen Ameisenhaufen gesehen und versuche die emsigen Tiere, die gerade mehrere große Löcher in den Bau geöffnet haben zu fotografieren.

Ich befinde mich auf einem Waldlehrpfad, diesmal leider ohne englische Erläuterungen:

Und damit man auch weiss welcher der Bäume im Wald hier erklärt wird, eine einfache Suchhilfe :-)

Ich begegne in den nächsten Stunden nur 3 anderen Wanderern und selbst die kleinen Siedlungen mit Ferienhäusern sind verlassen

(links alt, rechts neu)

Dann komme ich zum Wasserfall, mache ein paar Fotos und beeile mich vor dem Regen wieder an der Gondel zu sein.



 

Heute esse ich eine gesunde vegetraisch Bowl, der Regen kam dann doch etwas später, so dass ich noch auf dem Markt essen konnte - zum Cafe musste ich dann unter die Markise...

Mittwoch 27.04.2022 (Tag 9)

Bis Mittags soll es regnen und Nachmittags auch wieder, so surfe ich viel im Internet, schreibe diesen Blog und mache dann noch einen Stadtrundgang. Hier gibt es die älteste früchtetragenden Weinrebe (Guinness Buch), sie ist über 400 Jahre alt:



Kommentare

  1. Tolle Bilder und interessante Informationen. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie so ein Interrail Urlaub abläuft. Das scheint mir eine sehr schöne Möglichkeit zu sein Städte kennen zu lernen. Ich wünsche dir viel Spaß und weiter schöne Erinnerungen.

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